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6:32 Uhr
21.10.2019

Eine Welt ohne Atomwaffen ist Geschichte? INF-Vertrag gekündigt.
Eine Welt ohne Atomwaffen ?

Der 8. Dezember 1987 war für alle, die davon träumen, ein Tag der Hoffnung.

US-Präsident Ronald Reagan und der sowjetische Parteichef Michail Gorbatschow
unterzeichneten damals in Washington einen Vertrag, mir dem sie sich zur
Abschaffung einer ganzen Kategorie von nuklearen Mittelstreckenwaffen
verpflichteten.

"Historisch" wurde das sogenannte INF-Abkommen nach Jahrzehnten des Kalten
Krieges genannt.

Vor allem Deutschland und die anderen westeuropäischen Staaten hofften auf
mehr Sicherheit, da russische Raketen für sie eine große Bedrohung
darstellten.


Jetzt wird das Abkommen nach rund 11.600 Tagen Geschichte sein.

Mit Rückendeckung der Nato-Partner haben die USA den INF-Vertrag zu diesem
Datum aufgekündigt.

Russland und die USA können von jetzt an wieder ohne Beschränkungen atomare
Mittelstreckenwaffen bauen.

Ein vor 32 Jahren geschlossener Vertrag, der das verbietet, läuft aus.

Die Konsequenzen dürften weitreichend sein, besonders für Europa.

Konkret ist denkbar, dass die Nato-Staaten ihre Präsenz im östlichen
Bündnisgebiet und in der Ostsee verstärken und den Schutz kritischer
Infrastruktur durch Raketen- und Luftabwehrsysteme ausbauen.

Die Bundesregierung weiß, dass die Nato reagieren muss, will aber ein neues
Wettrüsten mit allen Mitteln verhindern.

"Eine Stationierung neuer Mittelstreckenraketen würde in Deutschland auf
breiten Widerstand stoßen", sagt Außenminister Heiko Maas.

Die USA haben bereits angekündigt, in Reaktion auf die Aufrüstung Russlands
selbst ein mobiles bodengestütztes Mittelstreckensystem zu bauen. Dieses
soll nach derzeitiger Planung ausschließlich mit konventionellen - das heißt
nichtatomaren - Sprengköpfen eingesetzt werden.

Ob es dabei bleibt, ist allerdings unklar. Militärexperten weisen darauf hin,
dass sich solche Planungen schnell ändern ließen.

Russland hat angekündigt, mit dem Start von Arbeiten an neuen, landgestützten
Hyperschall-Mittelstreckenraketen auf das Aus für den INF-Vertrag zu reagieren.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagt, dass es nicht die Absicht gebe,
neue landgestützte nukleare Waffensysteme in Europa zu stationieren. Die Nato
müsse nicht notwendigerweise das spiegeln, was Russland tut.


(Bild und Dokumentationsmaterial in der Bilderleiste)

Alle Fotos/Dokumentationsmaterial by h.e.schiewer , hespress, Oestrich-winkel

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