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11:11 Uhr
31.10.2020

UNKNOWN - Erzählungen unbekannter Herkunft
Kann man anhand des Schreibstils erkennen, wer eine Geschichte geschrieben hat? Ist es wichtig für das Lesevergnügen, den Namen der Autorin oder des Autors zu kennen?

Um das herauszufinden, haben Autorin und Verlegerin Sonja Rüther und Lektorin Hanka Leo ein besonderes Projekt auf Kickstarter gestartet: UNKNOWN – Erzählungen unbekannter Herkunft.

Geplant ist, zwölf Geschichten bekannter Autorinnen und Autoren ohne deren Namen zu veröffentlichen. Anhand derer dürfen die Leser und Leserinnen online an einer Umfrage teilnehmen, deren Auswertung Aufschluss über die tatsächlichen Unterschiede geben soll. Hanka Leo und Sonja Rüther sind überzeugt, dass Geschichten ihre eigenen Stimmen besitzen und von Vorurteilen und Schubladendenken nur belastet werden. Nicht umsonst gibt es Autorinnen und Autoren, die je nach Genre ein andersgeschlechtliches Pseudonym wählen, um erfolgreicher zu sein , sagt Sonja Rüther. Das sagt bereits aus, was für ein Quatsch es ist, am Geschlecht das Können festmachen zu wollen. Derartiges wollte ich nie mitmachen.

Sonja Rüther ist seit 2009 selbstständige Herausgeberin, Autorin und Veranstalterin von Seminaren, und hat in dieser Zeit einiges erlebt. Es sind die Klassiker, die meinen Job manchmal sehr anstrengend machen. Männer, die mir die Welt erklären, Frauen, die mal eben in dieselbe Kerbe wie Männer schlagen, indem sie sagen, Frauen würden viel gefühliger als Männer schreiben. Ich weiß, wie es ist, wenn man auf sein Aussehen oder Klischees reduziert wird, oder wenn andere nachfragen, ob mein Mann denn alles so mitmachen würde, wenn ich beruflich unterwegs bin und meine Familie im Stich lasse.

Allerdings geht es den beiden Initiatorinnen nicht darum, mit dem Finger auf die Benachteiligung von Frauen zu zeigen. Vielmehr geht es um Gleichwert. „In einer Zeit, in der Begriffe wie Frauenliteratur und Männerthemen Schreibende von vornherein in Schubladen stopfen, ist es wichtig, alte Denkmuster aufzubrechen und der Vielfalt mehr Chancen einzuräumen“, sagt Sonja Rüther weiter. „Hierbei geht es um Chancengleichheit in alle Richtungen. Die Vorurteile, mit denen Frauen, Männer und Diverse konfrontiert werden, mögen unterschiedlich sein, die ausbremsende Wirkung ist oftmals gleich.“

Die Geschichten werden über Sonjas Verlag Briefgestöber veröffentlicht, wobei der Gewinn gleichberechtigt zwischen allen Beteiligten geteilt wird. Die beiden Herausgeberinnen arbeiten für verschiedene Verlage und in allerlei Genres, in denen sie die Autorinnen und Autoren für UNKNOWN fanden. Die Enthüllung der Beteiligten am 20.3.2021 in Noell‘s Ballroom in Leipzig wird für so manche Überraschung sorgen. Wichtig hierbei ist, dass alle für dieselbe Sache einstehen: Weg mit den Vorurteilen und lasst die Geschichten für sich sprechen.

Wer dieses Projekt unterstützen und an der Umfrage teilnehmen möchte, kann dies noch bis zum 17. August unter folgendem Link tun: *bit.ly/UNKNOWN_Kickstarter rel= nofollow >*bit.ly/UNKNOWN_Kickstarter

Hintergrundinformationen befinden sich auf der Verlagssite: *briefgestoeber*/news

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