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0:57 Uhr
26.06.2019

Juntachef Prayut Chan-o-cha von Angela Merkel im Bundeskanzleramt empfangen
Bundeskanzlerin Angela Merkel hob, vor ihrem Gespräch am 28.11.
mit Premierminister Präsident Prayut Chan-0-cha in Berlin die
langjährigen, freundschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen
und den engen Austausch zwischen Deutschland und Thailand hervor.

Deutschland und Thailand wollen ihre bilateralen Beziehungen noch
intensiver ausgestalten, sobald es die innenpolitischen Voraussetzungen in Thailand ermöglichen. Das betonte die Bundeskanzlerin beim Besuch des thailändischen Premierministers in Berlin.
Mit Blick auf die bevorstehenden thailändischen Parlamentswahlen
im kommenden Frühjahr betonte Merkel, Thailand befinde sich derzeit in einer innenpolitisch schwierigen Lage. Sie werde den
thailändischen Premierminister "ermutigen, den Weg der Rückkehr
Thailands zur demokratischen Ordnung weiter zu verfolgen", so die
Kanzlerin. "Insbesondere sollten die politischen Betätigungsmöglichkeiten der Parteien bald wieder vollständig hergestellt werden."
Deutschland erwarte freie Wahlen zum nächstmöglichen Zeitpunkt
"und die Gewährleistung eines fairen Wahlkampfs". Dazu sei eine
vielfältige und freie Presse notwendig.
Premierminister Prayut bedankte sich bei der Kanzlerin für ihr
Interesse an der Demokratie in Thailand. Er sagte in diesem Zusammenhang einen fairen und transparenten Prozess und den Einsatz eines Wahlausschusses zur Überwachung der Parlamentswahlen zu.
Die Kanzlerin erklärte, sobald die nötigen Voraussetzungen geschaffen seien, könne Deutschland die bilateralen Beziehungen
zu Thailand noch intensiver ausgestalten "und über weitere strategische Gemeinsamkeiten sprechen".
Beide Seiten könnten dann auch die Verhandlungen zum EU-thailändischen Freihandelsabkommen voranbringen und an das Niveau
von 2014 anknüpfen.
Merkel lobte insbesondere die engen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Die vielen deutschen Unternehmen, die in
Thailand aktiv sind, die hohen Touristenzahlen und die große deutsche Community in Thailand seien "eine gute Ausgangsbasis, um
in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten", so die Kanzlerin.
Sie verwies auch auf die enge Zusammenarbeit in regionalen und

Das gelte für den Klimaschutz genauso wie für das gemeinsame Interesse an einer regelbasierten globalen Handelsordnung und an der Konnektivität und der regionalen Stabilität.
Mit Blick auf den ASEAN-Vorsitz Thailands im Jahr 2019 erklärte sie: "Wir interessieren uns sehr, welche Pläne Thailand für seine
Präsidentschaft hat."

Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Thailands innerhalb
der EU. Die deutsche und tailändische Wirtschaft sind eng verflochten: mehr als 600 Unternehmen sind in Thailand aktiv, vor
allem im Bereich der Verkehrsinfrastruktur, der Chemie, der Automobilindustrie und der Umwelttechnologie. Auch beim Tourismus
ist Thailand ein wichtiger Partner: fast 900.000 Deutsche besuchen jährlich das Land, 35.000 haben sich in Thailand niedergelassen.

Info: presse Kanzleramt
alle Fotos: h.e.schiewer hespress



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