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23.05.2019

Gefahren für Kinder im Internet
Der Sex-Täter lauert oft im Chatroom
Magazin Reader’s Digest informiert über Gefahren für Kinder im Internet und gibt Ratschläge zum besseren Schutz vor Pädophilen

Stuttgart, 1. Juni 2011. Immer mehr Pädophile suchen über das Internet den Kontakt zu Kindern. Das Magazin Reader’s Digest widmet sich in der Juni-Ausgabe und in den folgenden Monaten ausführlich diesem Problem. „Verdeckte Polizeiermittler, die sich in Chatrooms als Kinder ausgeben, erhalten jede Woche mehrere Hundert Kontakte mit erwachsenen Männern, aber das tatsächliche Ausmaß des Problems kennen wir gar nicht“, sagt Julia Davidson, Professorin für Kriminologie an der Kingston-Universität von London. Sie ist mitverantwortliche Leiterin der ersten Studie der EU-Kommission zum so genannten Online-Grooming – also das Erschleichen des kindlichen Vertrauens und das Anbahnen sexuellen Missbrauchs über das Internet.



Dabei ist die Vorgehensweise der Täter meist identisch. Sie geben sich als bester Freund, Vertrauter oder gütiger Vaterersatz aus, suchen über Chatrooms im Internet den Kontakt zu den Kindern, treffen sich nicht selten mit ihre Opfern erst einmal in einem virtuellen Hotelzimmer, ehe es dann zu einer realen Begegnung nach der Schule oder in der Freizeit kommt.



In den meisten Ländern können die Onlineverführer allerdings erst dann polizeilich verfolgt und juristisch bestraft werden, wenn ein Missbrauch des Kindes stattgefunden hat. Hinzu kommt: In den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten ist das Alter, in dem man als ehemündig gilt, ganz unterschiedlich festgelegt. In Spanien liegt diese Grenze bei 13 Jahren, in Irland hingegen bei 17.



Die Fahnder verzeichnen wachsenden Erfolg. Wie das Magazin Reader’s Digest berichtet, konnten dank der Datenbank von Interpol zuletzt rund 2100 Kinder weltweit gerettet werden. Derzeit versucht die EU, eine neue gemeinsame Gesetzesgrundlage zu schaffen. Die vorgeschlagene Richtlinie deckt alle möglichen Arten von Kindesmissbrauch ab, reicht also von der Kontaktaufnahme zum Zweck des sexuellen Missbrauchs bis zum Sextourismus. Diese weitgehende Regelung soll auch alle Aktivitäten der Pädophilen jenseits des Internets einbeziehen.



In der neuen Ausgabe von Reader’s Digest geht es auch um die Frage, wie Eltern ihre Kinder vor Pädophilen schützen können. „Die Frage ist: Wie können wir das Bewusstsein dieser kleinen gefährdeten Gruppe von Kindern schärfen?“, so Professorin Davidson. Sie empfiehlt als bestes Mittel gezielte Informationsprogramme und Aufklärungskampagnen.



Reader’s Digest nennt in seiner Juni-Ausgabe mehrere Internetadressen wie *klicksafe*oder *sicher-im-netz*, mit deren Hilfe man Jugendlichen mehr Online-Sicherheit vermitteln kann. Zudem gibt das Magazin Ratschläge für die Wahl von Filterprogrammen, die den Kindern den Zugriff auf bestimmte, gefährliche Webseiten verwehren.



Über allem steht freilich das Gespräch. Eltern sollten sich von ihren Kindern berichten lassen, wenn diese im Internet etwas Ungewöhnliches oder Auffälliges bemerkt haben und darauf drängen, keine persönlichen Daten preiszugeben. Die Redaktion von Reader’s Digest setzt sich für einen „Hilfe-Button“ nach britischem Vorbild ein, mit dem Kinder Alarm schlagen können, wenn sie sich im Internet bedroht fühlen (*schuetzt-kinder-im-netz*).



Für weitere Informationen zu diesem Reader’s Digest-Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Juni-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist ab sofort an zentralen Kiosken erhältlich.


i. A. Uwe Horn
Reader's Digest Deutschland: Verlag Das Beste GmbH
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Reader's Digest Deutschland, Schweiz, Österreich
Vordernbergstraße 6, D-70191 Stuttgart
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