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14:03 Uhr
26.05.2020

ProConcept AG: „Augen zu und durch?“
Bei der angeschlagenen IKB hat es schon frühzeitig Hinweise auf Probleme gegeben, dies offenbart eine unveröffentlichte Sonderuntersuchung des Pricewaterhouse Coopers (PwC). Hierauf macht die ProConcept AG aufmerksam. 2007 stellte die IKB die eigene Lage noch als gut dar. Mittlerweile sind viele Milliarden Euro zur Rettung der Bank nötig geworden.
Bereits im Sommer 2007 lag der IKB (Deutsche Industriebank AG) intern eine Sonderuntersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) vor, in dem von Alarmsignalen die Rede war. „Doch dieser 431 Seiten starke Bericht wurde einerseits nicht veröffentlicht und andererseits nicht weiter ernst genommen- mit dramatischen Folgen“, erklärt Jens Heidenreich als Direktor der proConcept AG. Die proConcept AG vertritt als Prozessfinanzierer die Interessen von mehr als 50.000 Menschen. Die Gesellschaft übernimmt ausschließlich die Finanzierung und Durchsetzung von Ansprüchen aus so genannten Streuschäden.

Ergebnis dieser Sonderuntersuchung ist, dass die schwer angeschlagene IKB im Geschäftsjahr 2008/2009 voraussichtlich ein Minus von 600 Millionen Euro erwirtschaften wird. Für ProConcept besteht hier Handlungsbedarf.
Dass PwC hat schon vor eineinhalb Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass „wesentliche Mängel im Risikomanagement“ vorherrschen, schreibt die Süddeutsche Zeitung in ihrem Beitrag „Blick in den Abgrund des Versagens“. Im Oktober 2007 wird der Bericht in einer kurzen Pressemitteilung zwar erwähnt, aber die meisten Erkenntnisse daraus unter den Tisch gekehrt.
Im Jahr 2006 wurde die Tochtergesellschaft der IKB, die Credit Asses Management GmbH (CAM) gegründet. Diese betreute laut PwC die heikelsten Finanzengagements. Auch hier warnte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor Problemen. „Offensichtlich handelten die Verantwortlichen nach der Devise Augen zu und durch“, erklärt der ProConcept-Chef Heidenreich.
Auch laut Protokoll der ersten CAM-Sitzung wurde bereits im Oktober besprochen, dass sich der Häusermarkt in den USA schneller als erwartet abkühlt. Die Deutsche Bundesbank machte die IKB im März 2007 darauf aufmerksam, dass die Hypothekenspezialisten in den USA in zum Teil akute wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten seien. Die Deutsche Bundesbank hat gleichzeitig eine Auflistung der Engagements auf dem US-Immobilienmarkt angefordert. Doch das Antwortschreiben der IKB war zwar ausführlich, aber nur mit ausweichenden Details gespickt.
Auf Nachfrage der Süddeutschen Zeitung, warum der PwC-Bericht nicht veröffentlicht wurde, hieß es, dass es neben den Aktionären, die auf Schadensersatz klagten, auch weitere Antragssteller geben könnte, die Ansprüche geltend machen. Doch das würde ein „erhebliches Risiko für die Bank“ darstellen. Die internen Prüfergebnisse könnten nach einer Veröffentlichung für Forderungen genutzt werden, doch das wolle die IKB mit der Geheimhaltung verhindern. Laut IKB würden sogar unbegründete Klagen die Bank belasten und den Sanierungsprozess beeinträchtigen.
Die IKB-Vorstände haben also seit eineinhalb Jahren von der drohenden Krise gewusst, doch sie haben trotzdem nichts Schlimmeres verhindert. Nochmals der Direktor der proConcept AG: „Mehrmals wurden sie auf Fehler in ihrem Unternehmen hingewiesen. Doch das Problem ist einmal mehr, dass diesen Managern bereits jetzt jedwede moralischen Werte unbekannt sind und ihnen auch volkswirtschaftliches Verantwortungsbewusstsein vollständig fehlt. Jetzt ist die Blase allerdings geplatzt und jeder Steuerzahler hat 111,65 Euro für die verhinderte Pleite gezahlt, ob er wollte oder nicht. Wir von der proConcept AG gehen gegen diese Ungerechtigkeiten an.“

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