20 Jahre Bundesnetzagentur: Festakt mit Bundeskanzlerin Merkel in Bonn im alten Plenarsaal

Die Bundesnetzagentur hat am Dienstag, 29. Mai 2018, ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Festakt in Bonn begangen. Oberbürgermeister Ashok Sridharan ist mit Vertretern aus Politik
und Wirtschaft vor Ort gewesen. Die Festansprache hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gehalten.

Beim Festakt betont die Kanzlerin die Bedeutung des Glasfaserausbaus. Um den Glasfaserausbau zu fördern, braucht der Bund die Einnahmen aus der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen.
Bundeskanzlerin Merkel die milliardenschweren Erlöse aus der Versteigerung schon fest eingeplant: Wie im Koalitionsvertrag
festgelegt, soll aus ihnen ein Gigabit-Investitionsfonds gespeist werden, der Glasfaser-Projekte finanziell fördern soll. Dieser soll deutlich unkomplizierter gestaltet werden als
bisherige Förderprogramme. Die Regierung strebt ein "flächendeckende digitale Infrastruktur von Weltklasse" mit
Gigabit-Netzen bis 2025 an. "Der Glasfaserausbau verlangt die
vereinten Kräfte von Staat und Privatwirtschaft", sagte Merkel
beim Festakt.

BNetzA--Präsident Jochen Homann betonte gleich in seiner Begrüßung, die gewachsene Bedeutung seines Hauses: "Wir sind vor
20 Jahren als Regulierungsbehörde gestartet. Heute sind wir die
wichtigste Infrastrukturbehörde Deutschlands."

Im Zuge der Liberalisierung der Post- und Telekommunikationsmärkte wurde die Regulierungsbehörde im Jahr
1998 gegründet. Sie sorgt für Wettbewerb auf diesen Märkten und
übernimmt hoheitliche Aufgaben wie die Frequenz- und Nummernvergabe und die Funkstörungsbearbeitung.

Im Jahr 2005 wurde die Behörde in Bundesnetzagentur umbenannt.
Zu den bisherigen Aufgaben kam die Regulierung der Strom- und
Gasmärkte hinzu. Im Jahr 2006 ist der Aufgabenbereich um die
Regulierung der Eisenbahn erweitert worden.

Als Folge der Energiewende erhielt die Bundesnetzagentur ab 2011 außerdem die Verantwortung für die Genehmigung von Stromnetzen und übernahm Aufgaben bei der Stromversorgungssicherheit.

Die Bundesnetzagentur entscheidet in vielen Angelegenheiten in
gerichtsähnlichen Beschlusskammern. So werden unabhängige Entscheidungen gesichert, in denen die oft gegenläufigen Interessen der Unternehmen zu einem Ausgleich gebracht werden.

Vor 20 Jahren hat die Bundesnetzagentur 2800 Beschäftigte. Heute hat sie trotz stark gewachsener Aufgaben 2900 Mitarbeiter, die bundesweit an 48 Standorten präsent sind.

Info: Bundesnetzagentur-Presse
Alle Fotos: h.e.schiewer oestrich-winkel (hespress)










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