Jubiläum Mission Spacelab D-2: -TMS feiert am 1.Mai 25-Jahre Deutsche Raumfahrt

Vor 25 Jahren wurde die deutsche Spacelab-02-Mission ins All geschickt. Zur Crew gehörten auch die deutschen Astronauten
Ulrich Walter und Hans Schlegel. Zum Jubiläum trafen sie im
Technikmuseum Speyer auf alte Kollegen- und alte Technik.

Mit Ulrich Walter und Hans Schlegel sind auch zwei US-Kollegen
nach Speyer gekommen um das Jubiläum zu feiern.

Eine sehenswerte Missionspräsentation und Talkrunde mit den vier
Astronauten in Europas größter Raumfahrtausstellung "Apollo and Beyond" im Technik Museum in Speyer vor großer Kulisse.

Mondstein, Raumfähre, Sojus Landekapsel oder Raumanzug. Dies sind
nur einige der etwa 600 Ausstellungsstücke die in Europas größter
Raumfahrtausstellung "Apollo and Beyond im Technik Museum Speyer
zu sehen sind. Seit fast 10 Jahren ist das Museum Anlaufstelle für Raumfahrtbegeisterte, aber auch für Astronauten oder Kosmonauten wie beispielsweise Alexander Gerst oder Buzz Aldrin.
Neben der umfangreichen Sammlung zur bemannten Raumfahrt können
Besucher bei Vorträgen oder Talkrunden den Weltraum regelrecht
selbst erleben. Diese speziellen Veranstaltungen finden mehrmals jährlich statt, so dass bereits 44 Raumfahrer das Museum besuchten.

Passend zum 25. Jubiläum der Mission STS-55-Spacelab D-2 reisen
Mitglieder der Besatzung nach Speyer und berichten über die
Mission und ihre Erlebnisse im Weltall.

STS-55-Spacelab D-2 - 1993-2018
Die zweite Deutsche Spacelab Mission D-2 flog im Auftrag des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung und dem Deutschen
Zentrum für Luft- und Raumfahrt vom 26. April bis 6. Mai mit der US-Raumfähre Columbia. Die Besatzung bestand aus den deutschen Astronauten Hans Schlegel und Ulrich Walter sowie den
US-Astronauten Tom Henricks, Jerry Ross, Charles Precourt und
Bernard Harris und dem Kommandanten Steve Nagel (verstorben).
Die Mission führte unter deutscher Leitung naturwissenschaftliche und biomedizinische Experimente sowie Himmels- und Erdbeobachtungen durch. Der ursprüngliche Start war für den 22.März 1993 geplant. Dieser musste jedoch drei Sekunden vor dem Abheben, als die Triebwerke bereits gezündet
waren, abgebrochen werden, da eines der drei Triebwerke nicht
den vollen Schub entwickelte. Wenige Sekunden nach Abschaltung
der Triebwerke versprühte man Tausende Kubikmeter Wasser über
die drei Haupttriebwerke, um so ein Feuer durch eventuell austretenden Wasserstoff zu verhindern. Der zweite Startversuch
erfolgte am 24. April 1993. Aber auch dieser musste wegen technischer Probleme mit einem Navigationsgerät abgebrochen werden. Bei dritten Versuch klappte es, so dass die Crew am 26.
April 1993 pünktlich abhob. Die US-Raumfähre Columbia wurde vom
Johnson Raumflugzentrum in Houston kontrolliert, dir Betreuung
der wissenschaftlichen Experimente erfolgte jedoch vom deutschen Raumfahrtkontrollzentrum des DLR in Oberpfaffenhofen.
Die insgesamt 88 wissenschaftlichen Experimente wurden auf den Gebieten der Materialwissenschaft, Biologie, Medizin, Technologieanwendungen, Erdbeobachtung sowie Astronomie und Atomsphärenphysik durchgeführt und von den Einrichtungen DLR,
NASA und ESA sowie der französischen und der japanischen Raumfahrtbehörde erstellt.
Wie bei allen Spacelab-Missionen arbeitete die Besatzung in zwei Schichten rund um die Uhr, um die Zeit in der Erdumlaufbahn optimal auszunutzen. Für Beobachtungen der Reaktion auf die Schwerelosigkeit waren verschiedene Pflanzen wie Tabak, Fingerhut und Sonnenblume sowie Larven des Südafrikanischen Krallen-Frosches und des Buntbarsches mit an
Bord.
Mediziner Bernard Harris legte erstmals im Weltraum einem Astronauten (Hans Schlegel) einen intravenösen Zugang, durch den eine Kochsalzlösung injiziert wurde. Mit dem von Deutschland bereitgestellten Roboter Experiment ROTEX (Robot
Technology Experiment) gelang es erstmals ein frei schwebendes Objekt im All mittels Fernsteuerung von der Erde aus einzufangen. Bedingt durch die schlechten Wetterverhältnisse in Florida musste die Landung der Raumfähre Columbia am 6.Mai
1993 nach Kalifornien verlegt werden.

Die komplette Besatzung, außer dem verstorbenen Kommandanten
Steve Nagel, wird das 25. Jubiläum von Spacelab D-1 an drei
Standorten in Deutschland feiern. Neben Berlin und München besucht die Crew auch die Technik Museen ins Sinsheim und Speyer.

Info: Presse TMS
Alle Fotos: h.e.schiewer (hespress) oestrich-winkel






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