Biathlonweltcup-Einzelrennen: Ruhpolding: 1. D. Wierer, 2. K. Mäkärainen, 3. R.Crawford

Dorothea Wierer gewann wie schob vor zwei Jahren den Einzelwettkampf in Ruhpolding vor Kaisa Mäkärainen und der Sensationsdritten Rosanna Crawford aus Kanada.

Die DSV-Damen konnten die Erwartungen beim Heim-Weltcup nicht erfüllen. Die kleine Kristallkugel geht an Nadezhda Skardina.

Vor zwei Jahren gewann Dorothea Wierer hier in Ruhpolding den Einzelwettkampf. Gestern wiederholte sie den Coup von damals und
gewann ihr viertes Weltcup-Rennen, drei davon im Einzel. Dabei gestand sie damals noch "Ich mag den Einzel gar nicht. Das ist
viel zu weit und dauert zu lange. Ich mag es lieber kurz und schnell "Sprint und Staffel."
Man darf gespannt sein, wie oft sie ein Einzel noch gewinnen muss, bis es endlich Ihre Lieblingsdisziplin ist. Wie damals blieb sie am Schießstand viermal fehlerfrei. "Aber im Einzel" meinte sie, muss man auf dem weiten Weg zwischen den Schießeinheiten aufpassen, dass man konzentriert bleibt und die
Gedanken nicht abschweifen lässt." Am Schießstand gelang ihr das in der Chiemgau-Arena wieder einmal blendend, obwohl sie zu
Beginn der Saison mit ihrer Performance am Schießstand gar nicht zufrieden war. Doch das lag sicher auch an der Krankheit,
die sie wochenlang mitschleppte, zu früh wieder loslegte und an
Weihnachten einen Rückfall erlitt. Jetzt aber kommt sie immer
besser in Form, auf der Chiemgau-Arena.
Duplizität der Ereignisse. Auch die Zweitplatzierte hieß schon
2016 Kaisa Mäkärainen. Mit dem Podestplatz machte sie sich selbst ein schönes Geburtstagsgeschenk. Die Finnin wurde gestern 35 Jahre alt. "Ich war an meinem Geburtstag", den sie
alljährlich in Ruhpolding verbringt, schon oft richtig schlecht. Da ist es auch einmal, einen Podiumsplatz zu belegen." Schließlich sind die Eltern und Freunde da, um mit ihr zu feiern. "Aber nicht extrem. Hier sind noch ein paar Rennen zu bestreiten." Tatsächlich dauerte es sehr lange bis sie in der Chiemgau-Arena gute Ergebnisse erzielte, doch mit dem zweiten Platz 2016 durchbrach sie den Bann. Im vergangenen
Winter gewann sie hier sogar Sprint und Verfolger.

Nur die Dritte von damals konnte es nicht wieder werden. Gabriela Koukalova wird diesen Winter vermutlich sogar ganz aussetzen. Ihre Stelle nahm die Kanadierin Rosanna Crawford ein, die noch nie im Weltcup auf dem Podest stand und deren bisher größter Erfolg der vierte Platz im Sprint von Pokljuka
vor drei Jahren war. Die besten Ergebnisse dieser Saison waren
zwei 39. Plätze im Einzel von Östersund und im Verfolger von
Hochfilzen. Ihr dritter Platz ist eine echte Sensation und vergleicht sogar eine noch größere Überraschung als der vierte
Platz von Roman Rees tags zuvor.
"Ich bin so froh, es ist unbeschreiblich meinte Crawford verständlicherweise nach dem Wettkampf. "Ich liebe Ruhpolding".
Die Kanadier sind fast jeden Sommer hier im Chiemgau im Trainingslager. Das mag auch an Cheftrainer Matthias Ahrens liegen, der aus Kochel am See stammt und immer gerne in seine
oberbayrische Heimat zurückkehrt.

Den Kampf um den Disziplin-Weltcup entschied die Weißrussin Nadezhda Skardino für sich, die in Östersund gewann und in Ruhpolding mit erneut fehlerfreier Schießleistung Siebte wurde.
Sie rettete fünf Punkte Vorsprung auf Yuliia Dzhima ins Ziel,
die einen dritten (Östersund) und einen vierten Platz in Ruhpolding belegte.


Info: Arena-News
Alle Fotos: h.e.schiewer oestrich-winkel








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