Biathlon-Weltcup-Ruhpolding2018: Olympia-Aus für Ole Einar Björndalen - Fourcade siegt

Vierter Sieg in Folge für Fourcade, Ondrej Moravec Platz 2, Platz
Drei Johannes Thingnes Boe wurde Dritter und Überraschungs-Vierter wurde Roman Rees.

Die zwei Topfavoriten standen auch beim Einzelwettkampf in Ruhpolding wieder auf dem Podium. Martin Fourcade siegte, Johannes Thingnes Boe wurde Dritter. Dazwischen platzierte sich
der Tscheche Ondrej Moravec, der damit WM-Silber von Hochfilzen
bestätigte. Die Überraschung des Tages war Roman Rees mit Platz
vier. Abschied nahm man wohl von Einar Björndalen.

Fourcade, der das vierte Mal hintereinander gewann, zeigte sich
sichtlich zufrieden, war er doch diesmal auch in der Loipe klar
schneller als Boe: "Ich bin gut in Form und sehr stolz auf meine
Leistung. Meinem ersten Einzel habe ich relativ spät gewonnen.
Aber inzwischen liegt mir dieser Wettkampf sehr. Ich liebe ihn."

Boe gelang es trotz besserer Startnummer nicht mitzuhalten. "Ich
wusste immer über Martin Bescheid, auch dass er beim letzten Anschlag einen Fehler schoss. Ich habe alles versucht und wollte
unbedingt gewinnen, habe aber leider auch daneben geschossen."

Zuvor hatte Ondrej Moravec mit einer astreinen Schieß- und einer
für ihn sehr starken Laufleistung bereits eine Marke gesetzt. Fourcade konnte er zwar nicht gefährden, doch Boe konnte seine
Strafminute gegenüber dem Tschechen nicht herauslaufen. Zum Vergleich in Östersund war Moravec allein in der Loipe vier Minuten langsamer. Verständlich, dass der Tscheche rundum glücklich war. "Zu Beginn der Saison lief es überhaupt nicht, jetzt bin ich rundum zufrieden. Für mich war es ein perfektes Rennen und ist gleichbedeutend mit einem Sieg."

Für die Sensation des Tages sorgte aber der viertplatzierte Roman Rees, der als letzter der 108 Starter ins Rennen ging,
viermal fehlerfrei blieb und auch läuferisch mithalten konnte.
Der 24-jährige Schwarzwälder vom SV Schauinsland absolvierte den Wettkampf seines Lebens und löste im Ziel das Ticket nach
Pyeongchang.

Arnd Peiffer und Simon Schempp lieferten eine solide Leistung ab. Für ein Topresultat waren es wieder einmal der eine oder andere Schießfehler Zuviel. "Das ist zurzeit symptomatisch für
mich", so Peiffer. Schempp meinte: "Ich bin einigermaßen durchgekommen, aber in der vierten und fünften Runde hat mir der Rücken schon wieder weggetan."

Info: Arena-News
Alle Fotos: h.e.schiewer oestrich-winkel







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