Kunstschatz geborgen!

Jan Hendrik Pelz – „Dann will ich kein Künstler mehr sein“

Retrospektive

Der Kunstverein Friedrichshafen präsentiert die erste Retrospektive des Künstlers Jan Hendrik Pelz. Der Maler gilt schon jetzt als eine Entdeckung, die nicht nur Kunsthistoriker staunen lässt: Auf einem Dachboden fand ein Nachfahre des Künstlers etliche Bilder und Zeichnungen, die zwar durch das jahrzehntelange Lagern in einem schlechten Zustand waren, jedoch nun von einem Team von Restauratoren überarbeitet wurden. Die Ausstellung basiert auf neuen Recherchen und ermöglicht dem Publikum erstmals eine Gesamtschau eines zentralen Künstlers seiner Zeit. Pelz wurde 1884 in Bernhausen geboren und schrieb sich 1907 an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart ein. Bereits in jungen Jahren wurde Pelz zu einem angesehenen Maler, der durch seinen eigenwilligen Stil zu polarisieren verstand. Die schonungslosen Kriegsdarstellungen des bekennenden Pazifisten führten in den 1930er Jahren zu einer Diffamierung durch die Nationalsozialisten. Im Exil in Gaienhofen am Bodensee traf der Jugendfreund von Otto Dix auf weitere prägende Figuren seiner Zeit. Aufgrund eines Brandes 1944 wurde ein Grossteil des Œuvres von Pelz vernichtet. Wohl auch aus diesem Grund ist das Werk von Pelz mit der Zeit in Vergessenheit geraten. Neue Werkfunde bieten nun die Möglichkeit, das vielfältige Schaffen von Pelz der heutigen Generation in einer Überblicksschau zu präsentieren.

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