Mit einer Rede von Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und der Laudatio durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an Emine Sevgi Özdamar, wurde die Verleihung
des Schillerpreises in der Kunsthalle der Stadt Mannheim am Sonntag, dem 27.11.2022
eröffnet.
Der Schillerpreis ist mit 20.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die durch ihr Schaffen zur kulturellen Entwicklung in hervorragender Weise beigetragen haben. Er erinnert an das Wirken des Dramatikers Friedrich Schiller, dessen "Räuber" 1792 in Mannheim uraufgeführt wurden. Zu den Preisträgern zählen Friedrich Dürrenmatt, Dieter Hildebrandt und Nico Hofmann.
Anlässlich der diesjährigen Entscheidung hatte die Stadt erklärt: "Das Wirken von
Emine Sevgi Özdamar ist in vielen Dimensionen Grenzen überschreitend." Sie sei in vielen Ländern, Zeiten und Künsten zu Hause und wirke als Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.
Die 76-jährige Özdamar stammt aus der Türkei, kam als 18-jährige zum ersten Mal nach Deutschland und lebt heute zeitweise in Berlin. Zu ihren bekanntesten Romanen gehören: "Ein von Schatten begrenzter Raum sowie "Das Leben ist eine Karawanserei: hat zwei Türen, aus einer kam ich rein, aus der anderen ging ich raus. Für einen Auszug daraus erhielt sie 1991 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Erst vor drei Wochen wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt einer der wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum.
Nun folgt eine weitere große Ehrung. Anlass für den Bundespräsidenten, in seiner Laudatio über Muttersprache, Migration und Heimat zu reden.
Info: Stadt Mannheim
Alle Fotos: h.e.schiewer oestrich-winkel
*schiewerpress*